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Mit Fieber in die Ordination? So gehst du richtig vor

Fieber ist an sich keine Krankheit, sondern eine Reaktion deines Körpers, meist auf eine Infektion. Bei Erwachsenen spricht man ab etwa 38 °C von Fieber. Die meisten fieberhaften Infekte gehen nach einigen Tagen von selbst vorbei. Trotzdem ist es manchmal wichtig, ärztlich nachzuschauen. Hier liest du, wie du am besten vorgehst.
Bitte zuerst anrufen
Wenn du mit Fieber in die Ordination kommen möchtest, ruf bitte vorher an. Dann können wir dir einen Termin geben, zu dem weniger los ist, oder dich in einen eigenen Raum bitten. So schützen wir andere Patient:innen im Wartezimmer, darunter ältere Menschen, Schwangere und kleine Kinder.
Online kannst du für akute Beschwerden die Akutsprechstunde buchen. Bei Fieber bitte trotzdem kurz anrufen.
Wann du ärztlichen Rat brauchst
Melde dich in der Ordination, wenn zum Beispiel:
- das Fieber länger als drei Tage anhält,
- das Fieber über 39 °C steigt und mit fiebersenkenden Mitteln kaum sinkt,
- du kaum trinken kannst oder sehr wenig Harn lässt,
- starke Halsschmerzen, Ohrenschmerzen oder Schmerzen beim Harnlassen dazukommen,
- du eine chronische Erkrankung hast oder Medikamente nimmst, die das Immunsystem schwächen,
- es dir nach einer Besserung plötzlich wieder schlechter geht.
Bei Säuglingen und kleinen Kindern gelten andere Grenzen. Wenn du dir bei deinem Kind unsicher bist, ruf lieber einmal mehr an.
Außerhalb der Ordinationszeiten: 1450
Am Abend, am Wochenende oder wenn die Ordination geschlossen ist, erreichst du unter 1450 die Gesundheitsberatung. Dort beraten dich diplomierte Pflegekräfte rund um die Uhr am Telefon. Sie fragen nach deinen Beschwerden und sagen dir, ob du zuhause bleiben kannst, in eine Ordination gehen solltest oder ob eine andere Stelle zuständig ist. Die Nummer ist ohne Vorwahl erreichbar.
Sofort 144 wählen
Ruf ohne Umweg die Rettung unter 144, wenn Fieber zusammen mit Warnzeichen auftritt, etwa:
- Atemnot oder Schmerzen in der Brust,
- Verwirrtheit, starke Benommenheit oder Bewusstlosigkeit,
- ein steifer Nacken mit starken Kopfschmerzen,
- kleine, punktförmige Hautblutungen, die beim Draufdrücken nicht verblassen,
- ein Krampfanfall.
Auch die Euro-Notrufnummer 112 führt zur Rettung.
Was du zuhause tun kannst
Trink ausreichend, am besten Wasser oder Tee. Gönn dir Ruhe und verzichte auf Sport, bis du wieder fieberfrei bist. Fiebersenkende Mittel können helfen, dich besser zu fühlen. Halte dich dabei an die Dosierung im Beipacktext und frag in der Apotheke nach, wenn du andere Medikamente nimmst.
Diese Information ersetzt keine ärztliche Beratung.

