Gesundheitsinfos
Gesundheitsinfos aus der Ordination Dr. Lehner
Antworten auf Fragen, die wir in der Ordination oft hören. Kurz, sachlich und zum Nachlesen in Ruhe.

Vorsorge · 2 min Lesezeit
Vorsorgeuntersuchung: Ablauf und Häufigkeit
Für Versicherte ab 18 Jahren einmal im Jahr möglich. Was dabei passiert und wie du dich vorbereitest.
Die Vorsorgeuntersuchung ist ein Angebot der österreichischen Sozialversicherung. Sie soll Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder erhöhte Blutfette früh erkennen, oft lange bevor sie Beschwerden machen. Manche Menschen sind unsicher, was dabei passiert. Hier ein Überblick. Wer sie machen kann und wie oft Alle Versicherten ab 18 Jahren können die Vorsorgeuntersuchung einmal im Jahr machen. Sie ist für dich kostenlos, du brauchst nur deine e-card. Du musst dafür nicht krank sein, und du brauchst keine Überweisung. Wie oft die Untersuchung für dich sinnvoll ist, besprechen wir gemeinsam. Möglich ist sie einmal im Jahr. Was dabei passiert Die Vorsorgeuntersuchung besteht bei uns aus zwei Terminen. Erster Termin: Wir fragen nach deiner Gesundheit, Vorerkrankungen in der Familie, Medikamenten und deinem Alltag, etwa Bewegung, Rauchen und Alkohol. Wir messen Blutdruck und Gewicht, hören Herz und Lunge ab und nehmen Blut ab. Dazu kommt eine Harnprobe. Zweiter Termin: Die Ergebnisse sind meist nach ein bis drei Werktagen da, den zweiten Termin buchst du als „Befundbesprechung“, etwa eine Woche später. Wenn alles passt, bist du in 15 Minuten fertig. Wenn etwas auffällt, planen wir gemeinsam die nächsten Schritte. Im Blut schauen wir unter anderem auf Blutzucker, Blutfette und Leberwerte. Je nach Alter kommen weitere Themen dazu, zum Beispiel die Darmkrebs-Vorsorge. Welche für dich dran sind, besprechen wir. Für Frauen wird zusätzlich eine gynäkologische Untersuchung empfohlen, die macht deine Frauenärztin oder dein Frauenarzt. So bereitest du dich vor Nüchtern kommen: Ab dem Vorabend nichts mehr essen. Wasser und ungesüßter Tee sind erlaubt. Medikamente: Frag uns vorab, ob du deine gewohnten Medikamente am Morgen nehmen sollst. Bitte nicht einfach weglassen. Mitbringen: e-card, eine Liste deiner Medikamente, aktuelle Befunde und deinen Impfpass. Wir schauen bei der Gelegenheit gleich, ob eine Impfung fällig ist. Harnprobe: Den Becher bekommst du bei uns am Empfang. Was danach kommt Die Ergebnisse bekommst du schriftlich und erklärt. Wenn ein Wert erhöht ist, heißt das nicht automatisch, dass du krank bist. Oft reicht eine Kontrolle in ein paar Monaten. Manchmal ist eine Abklärung bei einer Fachärztin oder einem Facharzt sinnvoll, dann bekommst du eine Überweisung. Den Termin kannst du online buchen. Wähl dafür „Vorsorgeuntersuchung“ und am besten eine Uhrzeit am Vormittag, dann ist das Nüchternsein leichter.
Impfen · 2 min Lesezeit
Grippeimpfung: wann der richtige Zeitpunkt ist
Meist im Oktober und November. Warum die Impfung jedes Jahr neu ist und für wen sie besonders sinnvoll ist.
Jedes Jahr im Herbst kommt die Frage: Soll ich mich gegen Grippe impfen lassen, und wann? Die echte Grippe (Influenza) ist mehr als eine Erkältung. Sie beginnt oft plötzlich mit hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und kann vor allem für ältere oder chronisch kranke Menschen gefährlich werden. Der übliche Zeitpunkt: Oktober und November Die Grippewelle beginnt in Österreich meist um den Jahreswechsel und dauert oft bis in den März. Nach der Impfung braucht dein Körper etwa zwei Wochen, um den Schutz aufzubauen. Darum impfen wir in der Regel im Oktober und November. Wenn du diesen Zeitraum verpasst hast: Eine Impfung im Dezember oder Jänner ist meist trotzdem noch sinnvoll, solange die Grippesaison läuft. Sprich uns einfach an. Warum jedes Jahr? Grippeviren verändern sich laufend. Der Impfstoff wird darum jedes Jahr an die Viren angepasst, die gerade erwartet werden. Dazu kommt, dass der Schutz nach einigen Monaten nachlässt. Die Impfung vom letzten Jahr reicht also nicht für diesen Winter. Für wen sie besonders wichtig ist Der österreichische Impfplan empfiehlt die Grippeimpfung grundsätzlich allen. Besonders wichtig ist sie für: Menschen ab 60 Jahren, Menschen mit chronischen Erkrankungen, etwa von Herz, Lunge oder Nieren, oder mit Diabetes, Schwangere, Menschen, die mit gefährdeten Personen zusammenleben oder sie betreuen. Wenn du dir unsicher bist, ob die Impfung für dich passt, besprechen wir das vor dem Impfen. Wie die Impfung abläuft Die Impfung selbst dauert wenige Minuten. Vorher fragen wir kurz nach deinem Befinden, nach Allergien und nach früheren Reaktionen auf Impfungen. Danach bleibst du etwa 15 Minuten im Wartezimmer, bevor du nach Hause gehst. Häufig ist die Einstichstelle für ein, zwei Tage gerötet oder leicht schmerzhaft. Manche fühlen sich auch kurz müde oder leicht angeschlagen. Das ist eine normale Reaktion des Immunsystems und vergeht meist von selbst. Wenn du gerade Fieber hast, verschieben wir die Impfung. Was es kostet Je nach Bundesland und Saison gibt es ein öffentliches Impfprogramm, das die Kosten senken kann. Was du in dieser Saison bezahlst, sagen wir dir gern am Telefon oder bei der Terminbuchung. Bitte mitbringen Deine e-card und deinen Impfpass. Wenn du keinen Impfpass mehr findest, ist das kein Problem: Wir tragen die Impfung auch in den elektronischen Impfpass ein.
Impfen · 2 min Lesezeit
FSME-Impfung: Auffrischung im Blick behalten
Grundimmunisierung, Auffrischung nach drei Jahren, dann alle fünf. Und was tun, wenn du sie vergessen hast.
FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis, eine Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten. Übertragen wird sie durch Zecken. Ganz Österreich gilt als FSME-Gebiet, auch der Wienerwald und die Gärten rund um Baden. Zecken sind nicht nur im Frühsommer aktiv, sondern je nach Wetter vom Frühling bis in den späten Herbst. Wie der Impfschutz aufgebaut wird Für einen vollständigen Schutz brauchst du eine Grundimmunisierung aus drei Teilimpfungen. Die ersten beiden liegen einige Wochen auseinander, die dritte folgt einige Monate später. Wer im Winter beginnt, kann die Grundimmunisierung vor der Zeckensaison abschließen. Für Kurzentschlossene gibt es auch ein Schnellschema. Welches für dich passt, besprechen wir. Die Auffrischungen Nach der Grundimmunisierung gilt laut österreichischem Impfplan: Die erste Auffrischung erfolgt nach drei Jahren. Danach frischst du alle fünf Jahre auf. Ab 60 Jahren wird alle drei Jahre aufgefrischt, weil der Schutz im Alter schneller nachlässt. Am einfachsten ist es, wenn du dir den nächsten Termin gleich nach der Impfung notierst. Viele schreiben ihn auf einen Zettel im Impfpass oder in den Handykalender. Auffrischung vergessen? Ob du von vorne beginnen musst oder eine einzelne Impfung reicht, hängt davon ab, wie lange die letzte Impfung her ist. Bring deinen Impfpass mit, dann entscheiden wir gemeinsam. Wie du zum Impfstoff kommst Den FSME-Impfstoff holst du mit Rezept oder in der jährlichen Impfaktion in der Apotheke und bringst ihn zum Impftermin mit. In der Impfaktion ist der Impfstoff vergünstigt. Viele Krankenkassen geben zusätzlich einen Zuschuss. Was für dich gilt, erfährst du bei deiner Kasse. Bewahr den Impfstoff bis zum Termin im Kühlschrank auf, nicht im Gefrierfach. Zum Impftermin mitbringen Bring deinen Impfpass, deine e-card und den Impfstoff aus dem Kühlschrank mit. Wenn du gerade Fieber hast oder dich krank fühlst, verschieben wir die Impfung um ein, zwei Wochen. Ein leicht schmerzender Oberarm am nächsten Tag ist häufig und vergeht von selbst. Was die Impfung nicht kann Die FSME-Impfung schützt nur vor FSME. Gegen Borreliose, die ebenfalls durch Zecken übertragen wird, gibt es keine Impfung. Darum gilt nach jedem Aufenthalt im Grünen: Abends den ganzen Körper nach Zecken absuchen, auch Kniekehlen, Leisten und Haaransatz. Zecken möglichst rasch mit einer Pinzette oder Zeckenkarte entfernen. Die Stelle in den nächsten Wochen beobachten. Wenn sich eine größer werdende Rötung bildet, komm bitte in die Ordination.
Alltag · 2 min Lesezeit
Mit Fieber in die Ordination? So gehst du richtig vor
Warum du vorher anrufen solltest, wann 1450 hilft und wann du sofort 144 wählst.
Fieber ist an sich keine Krankheit, sondern eine Reaktion deines Körpers, meist auf eine Infektion. Bei Erwachsenen spricht man ab etwa 38 °C von Fieber. Die meisten fieberhaften Infekte gehen nach einigen Tagen von selbst vorbei. Trotzdem ist es manchmal wichtig, ärztlich nachzuschauen. Hier liest du, wie du am besten vorgehst. Bitte zuerst anrufen Wenn du mit Fieber in die Ordination kommen möchtest, ruf bitte vorher an. Dann können wir dir einen Termin geben, zu dem weniger los ist, oder dich in einen eigenen Raum bitten. So schützen wir andere Patient:innen im Wartezimmer, darunter ältere Menschen, Schwangere und kleine Kinder. Online kannst du für akute Beschwerden die Akutsprechstunde buchen. Bei Fieber bitte trotzdem kurz anrufen. Wann du ärztlichen Rat brauchst Melde dich in der Ordination, wenn zum Beispiel: das Fieber länger als drei Tage anhält, das Fieber über 39 °C steigt und mit fiebersenkenden Mitteln kaum sinkt, du kaum trinken kannst oder sehr wenig Harn lässt, starke Halsschmerzen, Ohrenschmerzen oder Schmerzen beim Harnlassen dazukommen, du eine chronische Erkrankung hast oder Medikamente nimmst, die das Immunsystem schwächen, es dir nach einer Besserung plötzlich wieder schlechter geht. Bei Säuglingen und kleinen Kindern gelten andere Grenzen. Wenn du dir bei deinem Kind unsicher bist, ruf lieber einmal mehr an. Außerhalb der Ordinationszeiten: 1450 Am Abend, am Wochenende oder wenn die Ordination geschlossen ist, erreichst du unter 1450 die Gesundheitsberatung. Dort beraten dich diplomierte Pflegekräfte rund um die Uhr am Telefon. Sie fragen nach deinen Beschwerden und sagen dir, ob du zuhause bleiben kannst, in eine Ordination gehen solltest oder ob eine andere Stelle zuständig ist. Die Nummer ist ohne Vorwahl erreichbar. Sofort 144 wählen Ruf ohne Umweg die Rettung unter 144 , wenn Fieber zusammen mit Warnzeichen auftritt, etwa: Atemnot oder Schmerzen in der Brust, Verwirrtheit, starke Benommenheit oder Bewusstlosigkeit, ein steifer Nacken mit starken Kopfschmerzen, kleine, punktförmige Hautblutungen, die beim Draufdrücken nicht verblassen, ein Krampfanfall. Auch die Euro-Notrufnummer 112 führt zur Rettung. Was du zuhause tun kannst Trink ausreichend, am besten Wasser oder Tee. Gönn dir Ruhe und verzichte auf Sport, bis du wieder fieberfrei bist. Fiebersenkende Mittel können helfen, dich besser zu fühlen. Halte dich dabei an die Dosierung im Beipacktext und frag in der Apotheke nach, wenn du andere Medikamente nimmst.
Alltag · 2 min Lesezeit
e-Rezept: so holst du deine Medikamente mit der e-card ab
Kein Zettel mehr nötig: wie das e-Rezept funktioniert und was du bei Dauermedikation beachten solltest.
Seit einigen Jahren stellen Ordinationen in Österreich Rezepte elektronisch aus. Für dich heißt das: Du musst kein Papierrezept mehr abholen. Das Rezept liegt im System bereit, und du löst es in einer Apotheke deiner Wahl ein. So funktioniert es Du bestellst dein Rezept, zum Beispiel über das Rezeptformular auf dieser Website, oder bekommst es nach einem Termin. Wir stellen das e-Rezept aus. Es ist mit deiner e-card verknüpft. In der Apotheke steckst du deine e-card. Die Apotheke sieht deine offenen Rezepte und gibt dir die Medikamente. Du kannst dafür jede Apotheke in Österreich wählen, auch eine in der Nähe deiner Arbeit oder im Urlaub. Statt der e-card kannst du in der Apotheke auch den Rezept-Code vorzeigen, ausgedruckt oder am Handy. Den Code bekommst du auf Wunsch von uns. Das ist praktisch, wenn jemand anderes die Medikamente für dich abholt. Jemand holt für dich ab Wenn Angehörige oder Nachbar:innen für dich in die Apotheke gehen, können sie deine e-card mitnehmen oder den Rezept-Code vorzeigen. Sag uns bei der Bestellung einfach dazu, dass du den Code brauchst. Dauermedikation: rechtzeitig bestellen Wenn du regelmäßig Medikamente nimmst, bestell dein Rezept, sobald die letzte Packung angebrochen ist. Dann bleibt genug Zeit, auch wenn die Ordination einmal geschlossen ist. Ein Blick auf den Urlaubshinweis auf unserer Startseite hilft ebenfalls. Das Rezeptformular auf dieser Website zeigt dir gleich, ab wann dein Rezept voraussichtlich bereitliegt. Bestellungen bis 10 Uhr sind in der Regel am selben Ordinationstag ab 12 Uhr bereit, sonst am nächsten Ordinationstag. Ein paar Hinweise: Für manche Medikamente brauchen wir dich in regelmäßigen Abständen persönlich, zum Beispiel für eine Blutdruck- oder Laborkontrolle. Wir sagen dir rechtzeitig Bescheid. Neue Medikamente verschreiben wir nur nach einem ärztlichen Gespräch. Wenn eine Fachärzt:in oder ein Spital eine Änderung empfohlen hat, bring den Befund mit oder schick ihn uns vorab. Deine Medikamentenliste Eine aktuelle Liste deiner Medikamente hilft nicht nur uns, sondern auch im Spital, in der Apotheke und im Notfall. Darauf gehören Name, Stärke und wann du das Medikament nimmst, auch rezeptfreie Mittel und Nahrungsergänzungen. Wir drucken dir die Liste gern aus. Am besten hast du sie immer in der Geldbörse dabei. Und die Überweisung? Überweisungen zu Fachärzt:innen, ins Labor oder zum Röntgen kannst du über dasselbe Formular bestellen. Wir sagen dir, ab wann sie bereitliegt. Wenn wir dafür vorher mit dir sprechen müssen, melden wir uns.
Dazu haben wir noch keinen Beitrag. Frag uns gern beim nächsten Termin oder am Telefon.
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei akuten Notfällen: 144. Gesundheitsberatung: 1450.